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Schließlich hat Walter Zimmermann schon 1984 beim Mühlen- bau „reingeschmeckt“ in die Tätigkeit als Bauleiter und damit seine ersten erfolgreichen Erfahrungen gemacht. Das kommt ihm 1987 nach der Hochwasser-Katastrophe sehr zugute. Es gelingt ihm schließ- lich, die Substanz des Gebäudes zu retten. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass mittelfristig eine Expansion des Hotels notwendig ist, um den weiteren Anforderungen steigender Gästezahlen und dem damit verbundenen erhöhtem Personalbedarf sowie logistischen Erfordernissen der Warenanlieferungen gerecht zu werden. Wieder einmal nimmt Walter Zimmermann die Aufgaben tatkräftig in seine Hände. Inzwischen ist auch in der Familie klar, dass der Schwiegersohn Walter ein wahrer Glücksfall für die Ludinmühle ist und er der Garant für die zukunftsorientierte weitere Entwicklung des Hauses darstellt. Somit sind auch alle sehr froh, dass Walter mit den Baufirmen und Handwerkern verhandelt, die Kosten und den zeitlichen und organisatorischen Überblick dabei fest im Auge behält. Es entstehen unter seiner Ägide ein neues Gebäude für die Anliefe­ rung der Waren, ein neuer Personalraum und zeitgemäße Umkleide­ räume für die Mitarbeiter. Steigender Wohlstand in Deutschland verändert auch in den neunziger Jahren die Ansprüche der Urlauber. Der Wellnessfaktor wird zum Trend im Erholungsurlaub und gewinnt damit zunehmend an Bedeutung für die Hotellerie. Die Gäste erwarten in den Hotels schöne Hallenbäder, moderne Whirlpools und luxuriöse Sauna­ bereiche. Auch Walter Zimmermann realisiert dies und beginnt 1994 mit der Planung eines zweiten Gästehauses. Ein älteres Gästehaus aus 1980 genügt den Anforderungen nicht mehr. Das neue zusätz­ liche Gästehaus soll mit einer Bade- und Saunalandschaft ausge­ stattet sein. Von der Planung 1994 bis zur Fertigstellung mit schlüsselfertiger Übergabe veranschlagt Walter Zimmermann nur ein Jahr. Ein sehr ehrgeiziger Plan, wie sich herausstellt, bei dem dann auch gleich zwei Bauleiter in der Realisierungsphase auf der Strecke bleiben. Erst mit dem dritten Bauleiter, der damals eigentlich schon im Renten­ alter ist, gelingt die pünktliche Fertigstellung im August 1995 und wird ein großer Erfolg! Keine Geringeren als die Kastelruther Spatzen aus Südtirol sind dann die ersten Übernachtungsgäste. 34 35 Die neue Sauna- und Wellnesslandschaft 1994

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